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„ICH MÖCHTE DIE LEUTE KENNENLERNEN, DIE AN DER ANDEREN SEITE DES TELEFONS SITZEN.“

Metallbaumeister Johann Sigmund im Gespräch über den MEVACO „Stammtisch“

Aus einer Hufschmiede hat sich der Stahlbaubetrieb Schmid am Fuße der schwäbischen Alb entwickelt. Heute führt Johann Sigmund die Geschäfte des 110 Jahre alten Unternehmens, in dem auch schon sein Vater gelernt hat. Der fast 50 Jährige Metallbaumeister hält sich mit Laufen fit. Im Gespräch über den MEVACO Stammtisch erfahren wir auch die Geschichte einer gelungenen Nachfolgeregelung, die im Handwerk nicht ganz alltäglich ist.
Herr Sigmund, wie viele Mitarbeiter haben Sie?

Wir haben 9 Mitarbeiter. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich in den letzten 4 Jahren fast verdoppelt. Als ich den Betrieb vor 4 Jahren übernommen habe, waren es 5 Mitarbeiter.

Wie groß ist Ihre Werkstatt?

Im Stahlbereich sind es 400 Quadratmeter, im Edelstahlbereich 200 Quadratmeter. Das ist strikt getrennt, weil Edelstahl so empfindlich ist.

Wie setzt sich Ihr Kundenstamm zusammen?

Der Privatkundenanteil ist bei 70 %. Wir kommen viel rum in der Gegend: von Stuttgart, Endersbach, Heilbronn bis nach Ditzingen.

Wie kommen Sie an Aufträge?

Ich mache null Werbung - wir haben noch nie eine Anzeige geschaltet. Das Einzige, was wir machen, ist hier im Industriegebiet am Fest teilzunehmen. Da kommen viele Leute.

Herr Schmid senior kommt zu uns ins Büro. Der 70 jährige, vorherige Firmenchef beteiligt sich gut gelaunt an unserem Gespräch und berichtet kurz über die Firmengeschichte:

(Günter Schmid:) Ich habe den Betrieb in der vierten Generation geführt. Mein Vater hat den Vater von Herrn Sigmund ausgebildet. Und Herr Sigmund senior hat mich dann ausgebildet. Und jetzt hat sich der Kreis wieder geschlossen… (lacht). Das ist etwas verwirrend und viele glauben das kaum, aber genauso ist es. Metallbauer war und ist ein toller Beruf! Ich habe viele Dinge verwirklichen können, konnte auch schwierige Aufgaben lösen. Das ist das, was mich immer weiter getrieben hat. Mir macht es Spaß - wir kommen alle miteinander super klar. Er (gemeint ist Johann Sigmund) sagt, er hätte es nicht besser treffen können. Und ich, sage, ich hätte es nicht besser treffen können. (Johann Sigmund:) Wir haben uns gesucht und gefunden. Das gibt es nicht oft, dass es so gut läuft wie bei uns!

Das klingt enorm positiv. Gibt es denn auch irgendetwas, was Sie beim Arbeiten stört, etwas, dass Sie gerne ändern würden?

Lacht laut: Man sollte einen Computer erfinden, in den man ein Blatt Papier reinsteckt und das Angebot kommt dann fix und fertig raus…Schauen Sie, das hier sind alles Angebote, die ich noch schreiben muss (er zeigt auf einen Rollwagen voller Hängemappen) .. das ist viel Aufwand.

Was macht einen guten Lieferanten für Sie aus?

Das, was er verspricht, muss er einhalten. Zuverlässigkeit ist die Hauptsache. Ob es jetzt einen Tag dauert oder zwei, das ist bei uns nicht so wichtig. Aber wenn ich weiß, am Tag X brauche ich es, dann muss das auch klappen.

Was schätzen Sie an MEVACO?

Der Lieferservice von MEVACO ist super. Ich rufe an - und dann kann ich das sofort abholen.

Herr Sigmund, was war der Grund, warum Sie am MEVACO Stammtisch teilgenommen haben?

Ich wollte schauen, welche Vorschläge andere Kollegen bringen. Ob wir alle die gleichen Gedanken haben. Ich kenne MEVACO schon länger und Karl Fischer, Ihren Verkaufsleiter aus der Niederlassung Weilheim, kenne ich vom Fußball. Das letzte Mal war ich vor 15 Jahren bei MEVACO im Betrieb bei einer Besichtigung. Und ich muss sagen: Das ist ja schon gigantisch, was MEVACO in der letzten Zeit geleistet hat. Die Produktionsabläufe sind so straff organisiert, die Prozesse sind hochautomatisiert, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht zu früher. Phänomenal.

"Die Produktionsabläufe sind so straff organisiert, die Prozesse sind hochautomatisiert, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht zu früher. Phänomenal."

Ja, bei uns hat viel getan in den letzten Jahren: Wir haben neu gebaut, der Materialfluss hat sich deutlich beschleunigt und wir haben garantierte Lieferzeiten für Zuschnitte mit Rand eingeführt. Neu ist auch, dass wir noch mehr Austausch mit unseren Kunden suchen. Wie finden Sie das denn?

Ich finde das gut. Ich möchte gerne die Leute kennenlernen, die an der anderen Seite des Telefons sitzen. Ich will nicht jahrelange mit jemandem telefonieren und plötzlich ist der nicht mehr da. Und dann denke ich mir: Wie hat der eigentlich ausgesehen? Beim Stammtisch habe ich nur den Karl Fischer schon gekannt. Ich habe Frau Fleer kennengelernt und die anderen, die mit uns durch die Produktion gelaufen sind.

Wie haben Sie vom Austausch mit den Kollegen bzw. mit einem Hersteller profitiert?

Wir haben uns untereinander ausgetauscht. So auf die Art: Wie macht der andere Schlosser ein Geländer? Man hat sich dabei Anregungen holen können. Ich finde es wie gesagt gut, dass ich die Leute bei MEVACO jetzt persönlich kenne. Und ich weiß jetzt, dass MEVACO eine Laserschneidemaschine hat.

"Und dass der Ablauf in der Produktion so konsequent durchgezogen wird, das finde ich ganz erstaunlich. Hut ab, wirklich!"

Was hat Ihnen an der Betriebsführung bei MEVACO besonders gut gefallen?

Wie sauber es bei MEVACO ist: alles ist so vorbildlich aufgeräumt, die Leute sind so ordentlich. Das war sehr beeindruckend. Das hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet.

Hat sich Ihr Bild von MEVACO durch den Stammtisch verändert?

Ich wusste ja bereits, dass MEVACO ein guter Betrieb ist. Aber dass es dort so sauber ist, das hätte ich nicht gedacht. Und dass der Ablauf in der Produktion so konsequent durchgezogen wird, das finde ich ganz erstaunlich. Hut ab, wirklich!

Kommen Sie wieder zum nächsten Stammtisch?

Ja klar!!!

Auf was sind Sie bei Ihrer Arbeit stolz?

„Eigentlich auf alles: Wenn ich morgens hier reinkomme, dann schalte ich das Licht an und dann fängt das schon an. Ich lebe für das Ganze hier. Ich bin glücklich, dass ich da bin. Ich bin stolz auf die Leute, die für mich arbeiten.“

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